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Bässler C. & Hahn C. (2005)

Vorstellung des Langzeitprojektes „Bioindikation und Prognosen zur Auswirkung des Klimawandels auf den Nationalpark Bayerischer Wald“: Methodik der Arealkartierung - Einrichtung eines Transekts entlang des vertikalen Temperaturgradienten

Zusammenfassung: Es wird die Methodik zur Arealkartierung lignicol-polyporoider Pilze im Rahmen des Vorhabens „Bioindikation und Prognosen zur Auswirkung des Klimawandels auf den Nationalpark Bayerischer Wald“ beschrieben. Zur Umsetzung wurde ein Transekt (50 m breit, 5000 m lang) entlang des vertikalen Temperaturgradienten eingerichtet. Das Design der Untersuchungsfläche sowie die Erfassungsparameter werden beschrieben. Zu diesen gehören abiotische und Strukturparamter (Totholz- und Bestandesparameter), die im einzelnen erläutert werden. Ihr möglicher Einfluss auf das Projekt - neben den klimatischen Randbedingungen - wird dargestellt.

Mycol. Bav. 8: 35-42
Garnweidner, E. (2005)

Der Moor-Muscheling (Hohenbuehelia longipes) - ein Wiederfund in Bayern nach 28 Jahren

Zusammenfassung: Ein Neufund der in der Bundesrepublik Deutschland bisher nur von 3 Funden aus dem oberbayerischen Alpenvorland bekannten Hohenbuehelia longipes wird beschrieben und mit früheren Nachweisen verglichen.

Mycol. Bav. 8: 5-8
Garnweidner, E. (2005) Der Goldstaub-Klumpfuß (Cortinarius aureopulverulentus), ein leicht kenntlicher, aber oft übersehener Klumpfuß in Kalk-Buchen-Fichten- Mischwäldern

Zusammenfassung: Funde von Cortinarius aureopulverulentus aus Südbayern werden makro- und mikroskopisch beschrieben und die Ökologie der Fundorte dargestellt.

Mycol. Bav. 8: 67-71
Hahn, C. & C. Bässler (2005)

Großpilze als Indikatorarten für Klimawandel 2: Phellinus ferruginosus, Phellinus nigrolimitatus und Phellinus viticola

Zusammenfassung:Die Ökologie, Phänologie und die Verbreitung der Porlinge Phellinus ferruginosus, Phellinus nigrolimitatus und Phellinus viticola werden ausführlich für Bayern und im Speziellen für den Nationalpark Bayerischer Wald beschrieben. Die wichtigsten Erkennungsmerkmale der genannten Arten werden kurz zusammengefasst, und die Trennmerkmale zu ähnlichen Arten werden aufgeführt. Für jede Art wird eine eigene Verbreitungskarte für Bayern präsentiert. Die untersuchten Arten zeigen ein Verbreitungsmuster, welches eine Abhängigkeit von der Höhenstufe erkennen lässt. Diese Verbreitungsmuster lassen auf einen direkten Bezug zu klimatischen Parametern schließen (z.B. Temperatur abhängig von der Höhenstufe). Phellinus nigrolimitatus und Phellinus viticola sind offensichtlich nur in höheren Lagen (oberhalb 1000 m) häufi ger zu beobachten. Dies deutet auf eine Abhängigkeit von rauem Klima verbunden mit niedrigen Temperaturen hin. Da beide Arten aber an verbautem Holz (z.B. in Gebäuden, so ein Fund von Phellinus nigrolimitatus aus den Niederlanden) auch in tiefere Regionen vordringen können, ist davon auszugehen, dass sie in der freien Natur aufgrund der zwischenartlichen Konkurrenz an Extremstandorte verdrängt werden. Es ist daher vermutlich nicht von Kälte liebenden Arten, sondern von Kälte tolerierenden Arten auszugehen. Phellinus ferruginosus ist hingegen offensichtlich eine Wärme liebende Art, die nur in Bayern sehr selten in Lagen von über 850 m Höhe zu finden ist.
Die ausgewerteten Daten stammen großteils aus der Verbreitungsdatenbank der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM).

Mycol. Bav. 8: 43-62
Kreisel, H. & P. Karasch (2005)

Über Bovista acuminata und Morganella subincarnata - zwei bemerkenswerte Gasteromycetenfunde aus dem Alpenraum

Zusammenfassung: Es wird über einen neuen bayerischen Fundnachweis der in Europa äußerstselten gefundenen Morganella subincarnata und einen Fund von Bovista acuminata aus Südtirol berichtet. B. acuminata ist eine bryophile Art, die bei Hedwigia ciliata und Bryum spec. gefunden wurde, M. subincarnata stammt von einem Fichtenwald in Moornähe. Beide Arten waren bisher vorwiegend aus dem Osten Nordamerikas bekannt. Die Autoren diskutieren die Möglichkeit, dass es sich bei den europäischen Vorkommen um Glazialrelikte handelt. Beide Arten werden ausführlich beschrieben und mit am Standort aufgenommenen Farbfotos illustriert.

Mycol. Bav. 8: 9-15
Kreisel, H. & P. Karasch (2005)

Lycoperdon lambinonii - ein selten erkannter Stäubling

Zusammenfassung: Es werden der erste gesicherte Nachweis von Lycoperdon lambinonii aus Bayern beschrieben und die Verwechslungsmöglichkeiten mit Lycoperdon molle und Lycoperdon umbrinum diskutiert.

Mycol. Bav. 8: 63-66
Kronfeldner, M. (2005) Fungi selecti Bavariae Nr. 4
Geastrum striatum D.C. - Kragen-Erdstern
Mycol. Bav. 8: 4
T. R. Lohmeyer , P. Karasch & O. Dürhammer (2005)

Bericht zur 1. Bayerischen Kryptogamentagung am Chiemsee vom 09.-10. Oktober 2004

Zusammenfassung: Es wird über den Verlauf und die Ergebnisse der ersten in Bayern organisierten Kryptogamentagung am Chiemsee berichtet. An zwei Exkursionstagen wurden von den Teilnehmern in drei Exkursionsgebieten (Herreninsel, Krautinsel, Eggstätt-Hemhofer Seenplatte ) insgesamt 75 verschiedene Lichenes, 100 Bryophyta und 216 Pilzarten (überwiegend Makromyzeten) bestimmt und kartiert. Die interessantesten Pilzfunde werden ausführlicher besprochen.

Mycol. Bav. 8: 17-34